OFC Logo

Geschichte

Dokument unter Lupe
Geschichte der OFC-Fanabteilung

Am 16.7.2000 wurde von 33 OFC-Mitglieder nach nur drei Monaten Vorbereitung die Fanabteilung
von Kickers Offenbach aus der Taufe gehoben.

Besonderen Dank dabei gebührt Karl-Heinz Kohls, der mithalf die formalen Hürden zu überschreiten.
Der eher noch kurzen Geschichte der Fanabteilung geht eine längere Geschichte des Ringens um die
Fanmitbestimmung voraus.

Ein Blick zurück an dieser Stelle: Tiefpunkt der jüngeren Vergangenheit des Verhältnisses zwischen
Anhang und Verein stellte mit Sicherheit der so genannte "Schwarze Freitag" dar. Es war in der
Saison 1994/95: Der OFC befand sich auf rasanter Talfahrt von der neu gegründeten Regionalliga
Süd in die Oberliga.

Beim Flutlichtspiel gegen Unterhaching kam es zu Ausschreitungen. Einige Fans stürmten während
des Spiels den Platz, es kam zu einer Keilerei zwischen Fans und Spielern, was zu eine
Spielunterbrechung führte. Auch nach dem Abpfiff beruhigten sich die Gemüter nicht.

Die Kommunikation im Verein war auf dem Nullpunkt angekommen. Vermittlung war angesagt. Unter
anderem angeregt durch die ERWIN-Redaktion und geleitet vom damaligen Fan-Koordinator Frank
Schwarzhaupt wurden regelmäßige Fan-Sitzungen eingeführt. Zu diesen Sitzungen waren alle Fans
sowie Spieler und Vorstandsmitglieder eingeladen. In dieser Form konstruktiven Austauschs wurde
einiges bewegt. Das "Sitzerücken" auf der ORION-Tribüne, das "Bänkestreichen" auf der Haupttribüne
oder die Gründung des eigenen Fan-Ordnungsdienst bei Heim- und Auswärtsspielen sind nur einige
Beispiele, die dabei herauskamen.

Doch mit der Aufschwungphase der Saison 1998/99 und 1999/2000 ergaben sich neue Probleme.
Veränderungen im Stadion, schikanöse Maßnahmen der Polizei usw. sorgten schnell wieder für eine
gewisse Distanz zwischen Fans und Verein. Erst als es am Himmelfahrtstag 1999 beim Spiel gegen
Waldhof Mannheim zu großen Ausschreitungen kam, fing man an, sich Gedanken zu machen. Hätten
seinerzeit die Sicherheits-Verantwortlichen von Polizei und Verein die warnenden Stimmen aus den
Fankreisen ernst genommen, wäre es womöglich gar nicht soweit gekommen. Die Konsequenzen aus
Missorganisation und einem wirren Polizeieinsatz mussten letztendlich wieder die treuen Fans tragen.
Der Unmut in der Anhängerschaft wuchs. Schon zuvor wurden verschiedene Initiativen gestartet, um
mehr Mitbestimmung zu erreichen.

Auf der Jahreshauptversammlung 1998 wurde das Anliegen, einen Fanvertreter in den Verwaltungsrat
zu berufen, vom damaligen Präsidium abgewimmelt. Ein Jahr später waren es "Formfehler", die nicht
die Antragsteller zu verantworten hatten, welche aber verhinderten, dass über den nun
ausformulierten Antrag überhaupt abgestimmt wurde. Weil es aber auch Einwände seitens anderer
Abteilungen gab, nahm man von dieser Initiative schließlich Abstand. Weiterhin traf man sich auf
Fandelegiertenversammlungen, zu denen auch immer einmal Vereinsvertreter erschienen.

Die Gründung

Schließlich wurde die Idee, eine eigene Abteilung zu gründen, in die Tat umgesetzt. Mit dieser neuen
Abteilung, die sich ausschließlich um Faninteressen kümmert, den Fanbeauftragten und dem neuen
Fanprojekt stehen den Kickersfans im Jubiläumsjahr einige Möglichkeiten mehr offen, am
Vereinsleben aktiv teilzuhaben, oder Probleme auf dem direkten Weg zu lösen.

Das neue Präsidium setzt zudem neue Akzente, die viel versprechend sind. Endlich gibt es wieder
Abteilungsleiter-Sitzungen. Auf Veranstaltungen des Vereins werden wichtige Projekte, Ideen und die
sportliche Situation besprochen. Letztendlich scheinen die vielen kleinen Versuche und Ansätze
seitens der Anhängerschaft, auf mehr Transparenz bei Kickers Offenbach zu drängen, doch genutzt
zu haben. Um die Handlungsfähigkeit der Fanabteilung zu verbessern, wurde ein Fanausschuss
gebildet, in dem allmonatlich gewählte Mitglieder zusammen mit dem Abteilungsvorstand die
anstehenden Aufgaben besprechen und verteilen.

In der Vorstandsschaft gab es schon einige Veränderungen:

Der erste Vorstand (16.07.2000 - 28.02.2001) bestand aus:

Thomas Grob (1. Vorsitzender),
Sven Kircher (2. Vorsitzender),
Peter Wolff (2.Vorsitzender)
Thorsten Stedtfeld (Kassenwart)

Vorstand (01.03.2001- 25.08.2004):

Thomas Grob (1. Vorsitzender),
Heribert Schilling (2. Vorsitzender),
Peter Wolff (2. Vorsitzender),
Kurt Stöhr (Kassenwart)
Zudem wurden in den erweiterten Vorstand aufgenommen:
Manfred Knust (zuständig für den Fan-Container)
und Herbert Schütze (Internet/Pressearbeit)

Vorstand (25.08.2004 – 11/2005)

Thorsten Stedtfeld (1. Vorsitzender)
Thomas Dunemann (2. Vorsitzender)
Thorsten Mähliß (Kassenwart)
Erweiterter Vorstand: Patrizia Schmidt, Cavit Ozdüman
Vorstand (11/2005-04/2006)
Thorsten Mähliß (kommissarische Amtsgewalt)

Vorstand seit 05/2006

Bernd Stevermüer (1. Vorsitzender)
Thomas Gegenwart (2. Vorsitzender)
Benjamin Müller (2. Vorsitzender)
Amt des Kassenwarts derzeit unbesetzt – kommissarische Leitung durch den 1.Vorsitzenden